Sonntag, 12. Mai 2013

Tag 1 - Turbulenzen und Ruhe

Vier Stunden und zehn Minuten dauert der Flug zur Hauptinsel der Azoren, Sao Miguel. Für die Anreise zum Flughafen und die Wartezeiten braucht es allerdings mindestens nochmal so viel. Der Flug an sich war ereignisarm, jedoch wackelte die A320 schon beim Anrollen auf der Startbahn gewaltig; einmal in der Luft war man dann froh, dass die Flügelspitzen nicht doch noch Kontakt mit dem Boden bekamen, so gewaltig wurde die Maschine hin und her geworfen. Entweder war der Pilot besonders geschickt oder sein Mittagsgetränk zu hochprozentig. Ähnlich faszinierend verlief dann die Landung auf dem Aeroporte Ponta Delgada. Lag die Insel anfangs noch auf der rechten Seite, beschrieb der Airbus eine enge und steile Rechtskurve, die noch nicht ganz zuende gewesen schien, als auch schon aufgesetzt wurde - was die Passagiere, überwiegend ältere Herrschaften im Rentenalter, offensichtlich begeisterte. Es gab sogar vereinzelten Landungs-Applaus, der ja inzwischen etwas aus der Mode gekommen ist, seitdem die Fortbewegung durch die Luft ihren Exklusivstatus verloren hat, jedoch hier durchaus verdient gewesen schien.

Und das war auch schon mit Abstand das aufregenste, was uns heute passiert ist, denn alles andere klappte problemlos. Nicht mal die Bahn war übermäßig unpünktlich, obwohl wir Verspätungen einkalkuliert hatten. So hatten wir überall viel Wartezeit. Nach der Ankunft stand auch der Mietwagen innerhalb weniger Minuten bereit und auch das Hotel war nach 15 min Fahrt gefunden, vor allem auch, weil ich die Strecke bereits am Morgen zuhause mit Google Street View abgefahren hatte (schöne neue Welt). Natürlich sind Hotels auch am Ende der Welt (man bedenke die Nähe zum Bermuda-Dreieck) mit hochperformantem (und kostenlosem) W-LAN ausgerüstet und so steht der Neuauflage unseres beliebten Urlaubsblogs nichts mehr im Wege - here you go:

Wie immer am Anfang der beliebte Blick aus dem Hotelzimmerfenster - das Meer ist nur 50m entfernt
 Natürlich haben wir noch einen kleinen Spaziergang zum Meer herunter gemacht. Der Strand besteht an der Südküste von Sao Miguel überwiegend aus relativ großen und zackigen Lavablöcken. Nichts für Barfuß-Fans...
Hier hat man einen schmalen Weg hindurch zu einem kleinen runden Badepool asphaltiert. Das Wasser war glasklar.

Sonnenuntergang - die Azoren sind der MESZ zwei Stunden hinterher

Dieses freundliche und schwer beschäftigte Tierchen ignorierte uns von Herzen.

Der Hintergrund dieses Blogs zeigt die Oberfläche einiger dieser Lavasteine am Strand mit ihrer darauf wohnenden Flora.

Übrigens lassen sich wie immer alle Fotos durch Anklicken vergrößern. Sie besitzen die Hälfte ihrer ursprünglichen Auflösung, sind aber immer noch fast bildschirmfüllend..


 
Am Horizont ist der Hafen der Hauptstadt Ponta Delgada zu sehen


Nachtrag: Nachdem ich dieses Post geschrieben hatte, wurde es doch noch ein wenig aufregend. Ich ging nämlich ins Bad und zog die Tür hinter mir zu, um Birgit nicht zu stören, denn sie war schon eingeschlafen. Als ich wieder heraus wollte, musste ich feststellen, dass die Klinke den Riegel nicht zurückschob, ich war gefangen. Habe mich dann durch Klopfen bemerkbar gemacht und Birgit hat dann den Concierge geholt. Nachdem dieser etwa eine halbe Stunde lang vergeblich am Schloss herumgefummelt hat, wurde ich vom hinzugerufenen "Techniker" mithilfe filigranster Technik befreit - er hat die Tür eingetreten. Sie und die Zarge sind jetzt hin; sollen morgen repariert werden. Der Concierge hat uns auch ein anderes Zimmer angeboten, aber wir haben abgelehnt. - Na dann gute Nacht!

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