Donnerstag, 16. Mai 2013

Tag 5 - Die Miradouro-Tour zur Ostküste

Heute morgen sah das Wetter recht bescheiden aus. Es hatte sich zugezogen und als wir das Hotel verließen, regnete es sogar leicht. Die Berge waren wolkenverhangen und so kam keine rechte Wanderlust auf. Der Plan war, zur Ostküste zu fahren und dort einen Parque und vielleicht noch einen Jardim zu besuchen, evtl. doch noch eine kleine, zweistündige Wandertour, je nach aktueller Wetterlage. Diese präsentierte sich jedoch bis zum späten Nachmittag höchst uneinheitlich; Sprühregen und Sonnenschein wechselten sich ständig ab, dazwischen gab es Nebelbänke und Sturmböen. Letztlich blieben wir die meiste Zeit im Auto und fuhren so von der Südküste kommend, einmal um die Ost- und Nordküste entlang bis nach Ribeira Grande, der zweitgrößten, jedoch vergessenswürdigen "Stadt" der Insel. An so ziemlich jedem Miradouro (Aussichtspunkt) hielten wir an und genossen die Aussicht auf stürmische Buchten, steile Klippen und öffentliche Grillplätze.

Auf dem Weg nach Ribeira Grande nahmen wir noch zwei Schüler mit, die den Schulbus verpasst hatten und nun nach Haus trampten. Sie waren ganz begeistert als sie hörten, dass wir aus Germany und sogar aus Dortmund stammten. Ihr Tipp fürs Endspiel war jedoch Bayern - "Dortmund ist gut, aber Bayern ist besser", war die fachkundige Meinung. Dennoch wünschten sie uns viel Glück, als wir sie nach mehr als zehn Kilometern in Achada absetzten.

Natürlich: als wir am frühen Nachmittag wieder im Hotel waren, klarte es auf und die Sonne kam raus. Wir waren da aber schon zu müde für weitere Aktivitäten. Heute also nur Miradouro-Fotos:

Die Ostküste - hier war es heute weniger prächtiges Wetter. Was der Azurianer zu lieben scheint, sind öffentliche Grillplätze. Die gibt es hier fast überall, entlang der gewundenen Küstenstraße manchmal mit weniger als 200 m Abstand voneinander. Gute Miradouros kombinieren ein meist überwältigendes Aussichtspanorama mit einem gut ausgestatteten Grillplatz. Die Grills stehen Seite an Seite, unten drunter die Holzscheite und gleich daneben die Pilze mit den Sitzbänken für die ganze Familie. An heißen Wochenenden im Sommer ist hier wohl die Hölle los.
Blick vom Ponta da Madrugada, dem vielleicht schönsten Miradouro der heutigen Tour
Zu den Miradouros gehören meist eine Handvoll dürrer Kätzchen wie dieses, die die Besucher nach Leckerchen anmiauen.
Der Azorianer gibt sich mit seinen Miradouro-Anlagen schon viel Mühe - meist wird liebevoll gegärtnert und gestaltet. Es gibt saubere WCs, oft auch mit Tür und funktionierender Innenbeleuchtung.
Tafeln mit Azulejos (diese typischen blaubemalten Kacheln) künden stolz von den vorzeitlichen Miradouro-Erbauern
Blick in die Baia de Santa Iria vom gleichnamigen Miradouro
Dies ist ein kleiner Ausschnitt der rechten unteren Ecke des vorhergehenden Fotos von der Baia de Santa Iria und der helle Strich dort wird erst durch das Teleobjektiv als verfallene Gebäudereihe erkennbar.
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