Sonntag, 19. Mai 2013

Tag 8 - Durch die Serra Devassa

Heute stand nur eine kurze Rundwanderung auf dem Programm, die über 4 km auf den Gipfel des Pico das Éguas, den mit 873 m höchsten Berg des Inselwestens und um den Lagoa Rasa führen sollte. Die Serra Devassa ist eine kleine Bergkette, die sich südöstlich an den Kraterrand der Caldera Sete Cidades anschließt. Hier gibt es einige kleinere Kraterseen, die nur von oben einsehbar sind. Klettern ist also unvermeidlich, wird jedoch mit schönen Aussichten belohnt. Der Startpunkt der heutigen Tour lag nur wenige Straßenkurven vom Startpunkt der Wanderung entfernt, die wir vorgestern gemacht hatten. Anfangs schien das Wetter zu halten, leider kamen später einige Wolken auf und es wurde etwas kühl - kein Wunder, denn der größte Teil des Wegs verlief oberhalb von 800 m.

Blick auf den Lagoa das Éguas, rechts der gleichnamige Pico.
Dem Aufstieg auf den Pico ging ein steiler Aufstieg auf einen unbenannten, nicht ganz so hohen Nachbarberg voraus. Hier kamen uns einige wahnsinnige Quadbike-Fahrer entgegen, die sich todesmutig die Bergflanke nahezu senkrecht hinunterstürzten und dabei zum Glück mehrmals in den ausgewaschenen Rinnen des Pfads stecken blieben.

Birgit auf dem Gipfel des Pico das Éguas - von nun an gings bergab
Der Anstieg auf den Pico war beschwerlich, aber mittlerweile sind wir gut im Training. Nach dem Abstieg vom ersten Gipfel waren es auch nur noch etwa 30 Höhenmeter, die es über einen treppenartigen Pfad auf einem Grat bis hinauf zum Gipfelstein zu bewältigen galt.

Blick auf den Lagoa Rasa, der Weg ging jetzt hinab bis ans Südufer des Sees (rechts im Bild)
 Der Abstieg erfolgte dann über einen extrem ausgewaschenen Pfad, bei dem man auf jeden Schritt achtgeben musste.

Zuvor noch ein Blick auf einen weiteren, unbenannten See, der zwischen Lagoa das Éguas und Lagoa Rasa in einem eigenen Krater liegt
Unten am Lagoa Rasa machten wir kurze Rast. Für ein ausgedehntes Picknick war es hier zu windig-kühl. Welche Funktion die beiden Rohre hatten, die von einem kleinen Häuschen aus schräg in den See hineinführten, konnten wir uns nicht erklären...
Rund um den See war ein ausgedehnter Sumpf - ein Paradies für Frösche. Gehört haben wir einige. Hier liegt der Gipfel von dem wir kamen bereits im Nebel und wenig später kamen einige wenige Regentropfen herunter.
Nachdem wir problemlos unser Auto wiederfanden - der offizielle Wanderpfad war gut beschildert - warfen wir noch einen Blick auf den dem Parkplatz gegenüber gelegenen Lagoa do Canário. Dieser befindet sich in einem umzäunten parkähnlichen Gelände, das abends verschlossen wird. Er scheint ein beliebtes Ziel der Einheimischen zu sein. Da heute Sonntag war, war der Parkplatz so gut wie voll.

Auch der Lagoa do Canário hat einen eigenen Krater, in dem er liegt - etwa 15 m tiefer als die Straße. Er ist umstellt von hohen Bäumen und deshalb nur einsehbar, wenn man zu ihm hinabsteigt.
Da die Tour nur 90 min gedauert hatte, beschlossen wir, an die Küste zu fahren, wo das Wetter besser schien als oben in den Bergen. Mosteiros bot sich an, das Fischerdorf unten an der Westküste. Auf dem Weg dorthin mussten wir einigen Pfingstprozessionen ausweichen. Mosteiros liegt unmittelbar am Meer und war früher ein typisches azorianisches Fischerdorf. Es hat einen breiten Strand mit schwarzem Sand und daneben einige hübsche Klippen. Hier herrschte strahlender Sonnenschein. Wir blieben eine gute Stunde da und schauten den Surfern beim Surfen zu.

Diese interessante Felsformation findet sich an der Küste vor Mosteiros
Den Tag ließen wir dann gemütlich auf der Terrasse des Cafés Tofa in Ponta Delgada mit einigen guten Tassen Milchkaffee ausklingen. Anschließend bummelten wir noch etwas an der Hafenpromenade entlang und schauten den Einheimischen beim Jetski fahren und beim Fußballspielen zu.

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