Samstag, 18. Mai 2013

Tag 7 - Über die Klippen von João Bom

Bevor wir unsere heutige Wandertour starteten, statteten wir Ponta da Ferraria einen Besuch ab, dem westlichsten aller westlichen Punkte der Insel. Dort steht ein altes Thermengebäude direkt unten an der Küste, nur wenige Meter über dem Meer. Leider ist es inzwischen renoviert - bei Google finden sich noch Bilder, die es in beklagenswertem Zustand zeigen, den ich aber vom Standpunkt eines Fotografen aus gesehen deutlich reizvoller gefunden hätte. Weiter war da auch nichts los - ein Strandcafé hatte geschlossen, wohl noch zu früh am Tage.
Ponta da Ferraria, die Westspitze von São Miguel
Startpunkt laut Reiseführer war das Café O Lavrador im beschaulichen Ort João Bom, das Café hatte jedoch inzwischen dicht gemacht.

Hier wäre ein Café gewesen...
Vom gegenüberliegenden Picknickplatz ging jedoch nach wie vor die Wanderung los. Heute waren wir die einzigen, die dort unterwegs waren - und das obwohl das Wetter heute kaum besser hätte sein können. Der Weg ging gut 170 Höhenmeter hinab zur Steilküste und eine Zeitlang daran entlang mit großartigen Ausblicken auf den Atlantik. Anschließend ging es zurück auf über 300 m hinauf, was einigermaßen anstrengend war, jedoch waren die Schotterwege hier nicht ganz so steil und die Anstiege nicht allzu lang. Für die 5,3 km Gesamtdistanz brauchten wir mit Pausen 2:15 Std. - nur wenig länger als der Reiseführer.

Immer wieder Postkartenmotive
Leider aber auch immer wieder Anblicke wie diese: eine wilde Müllkippe direkt am offiziellen Wanderweg
Das ist der Hügel um den es heute ging - wörtlich, der Weg ging einmal gegen den Uhrzeigersinn drum herum
Nicht nur die Portugiesen haben eine Schwäche für aufgegebene Häuser, die sie einfach mitten in ihren Dörfchen stehen lassen, bis die Hortensien aus dem Dach wachsen - auch ich könnte bald ein Album mit solchen Fotos füllen. Interessant, wie die Natur das Terrain zurückerobert.
Auf der Rückfahrt fuhren wir durch Sete Cidades (siehe gestern) und machten ein kurzes Picknick am Ufer des Lagoa Azul, dort wo sich der künstliche Abfluss des Sees befindet. Dann fuhren wir hinauf zum Kraterrand, denn dort hatte ich gestern ein aufgegebenes Luxus-Hotel aus den 1980er Jahren entdeckt, das ich fotografieren wollte. Dazu gibt es gleich noch einen Spezial-Post.

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